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Allgemein13. Juli 2026 5 Min

Airbnb-Provision 2025: Was die neue 15,5-%-Regelung Vermieter wirklich kostet

Seit Dezember 2025 zahlen alle Airbnb-Gastgeber 15,5 % Provision. Was das konkret bedeutet – und wie Direktbuchungen die Rechnung verändern.

Airbnb-Provision 2025: Was die neue 15,5-%-Regelung Vermieter wirklich kostet

Seit dem 1. Dezember 2025 gilt bei Airbnb ein einheitliches Provisionsmodell: Alle Gastgeber zahlen pauschal 15,5 % vom Buchungsbetrag. Die frühere Gästegebühr entfällt. Klingt nach einer Vereinfachung. Ist es auch – aber nicht unbedingt zu Ihren Gunsten.

Was das konkret für Ihre Jahresrechnung bedeutet, wie sich Airbnb im direkten Vergleich zu Booking.com verhält und ab wann Direktbuchungen die deutlich bessere Rechnung ergeben: Das lesen Sie hier.

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Was sich seit Dezember 2025 bei Airbnb verändert hat

Das alte Modell funktionierte mit einer geteilten Provision: Gastgeber zahlten in der Regel zwischen 3 und 5 %, Gäste übernahmen eine separate Servicegebühr von oft 12 bis 15 %. Das Ergebnis war für viele Vermieter akzeptabel – auf dem Papier zumindest.

Das neue Modell ist einfacher, aber teurer für Sie als Gastgeber: 15,5 % auf den gesamten Buchungsbetrag, inklusive Reinigungsgebühr, wenn diese über die Plattform abgerechnet wird. Die Gästegebühr entfällt vollständig. Airbnb argumentiert, dass dies für Gäste transparenter sei. Für Vermieter bedeutet es: Sie tragen die gesamte Plattformgebühr allein.

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Die Jahresrechnung, die schmerzt

Nehmen wir ein konkretes Beispiel, das für viele Ferienvermieter realistisch ist:

  • 200 gebuchte Nächte pro Jahr
  • Durchschnittspreis: 120 € pro Nacht
  • Jahresumsatz: 24.000 €

Bei Airbnb mit 15,5 % Provision ergibt das eine Plattformgebühr von 3.720 € pro Jahr.

Bei Booking.com mit 17 % Provision wären es 4.080 € pro Jahr.

Das klingt nach einem überschaubaren Unterschied zwischen den beiden Plattformen. Der eigentliche Vergleich ist jedoch ein anderer: Was bleibt, wenn Sie diese Buchungen direkt über Ihre eigene Website erhalten?

Bei Direktbuchung: 0 € Provision. 24.000 € Umsatz bleiben vollständig bei Ihnen.

Der Unterschied zu Airbnb beträgt dann 3.720 € pro Jahr. Zu Booking.com sind es 4.080 €. Das ist kein theoretischer Betrag – das ist Geld, das Sie heute an Plattformen abgeben, obwohl Ihre Unterkunft der Grund ist, warum Gäste buchen.

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Was die Provision nicht zeigt: Die versteckten Kosten

Die reine Provisionsquote ist erst der Anfang. Wer genauer hinschaut, erkennt weitere Kostenblöcke, die in der offiziellen Zahl von 15,5 % nicht enthalten sind.

Reinigungsgebühren: Wenn Sie die Reinigungsgebühr über Airbnb abrechnen, fällt auch darauf die volle Provision an. Bei einer Reinigungsgebühr von 60 € pro Aufenthalt und 80 Aufenthalten im Jahr ergibt das allein 744 € zusätzliche Provision.

Zahlungsabwicklung: Airbnb behält das Geld bis zu 24 Stunden nach Anreise des Gastes ein und überweist es dann – nach eigenem Zeitplan. Sie haben keine direkte Kontrolle über den Zahlungsfluss.

Gästekontakt: Sie erhalten bei Airbnb keine vollständigen Kontaktdaten Ihrer Gäste, solange die Plattform die Kommunikation kontrolliert. Das bedeutet: Kein Aufbau einer eigenen Gästekartei, kein direktes Wiederbuchen, kein Newsletter, keine Stammkundenbindung außerhalb von Airbnb.

Algorithmus-Abhängigkeit: Ihre Sichtbarkeit hängt davon ab, wie Airbnb Sie bewertet. Reaktionszeit, Annahmequote, Bewertungsschnitt – all das beeinflusst, wie oft Ihr Inserat gezeigt wird. Das entzieht sich Ihrer direkten Kontrolle.

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Booking.com: Höhere Provision, ähnliche Abhängigkeit

Booking.com verlangt in der Regel zwischen 15 und 18 % Provision, je nach Unterkunftstyp und Programmteilnahme. Der Standardsatz liegt bei 17 %. Wer am Preferred-Programm teilnimmt, um mehr Sichtbarkeit zu erhalten, zahlt in der Regel noch mehr.

Hinzu kommt: Booking.com arbeitet mit Paritätsklauseln. Das bedeutet, dass Ihre Direktbuchungspreise offiziell nicht günstiger sein dürfen als auf der Plattform – eine Regelung, die in der EU rechtlich umstritten ist, in der Praxis aber weiterhin Druck erzeugt.

Die Provision bei Booking.com fließt monatlich über Rechnung ab. Das macht sie buchhalterisch sichtbarer als bei Airbnb – und genau deshalb reagieren viele Vermieter mit Überraschung, wenn sie die Jahressumme erstmals ausrechnen.

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Wann lohnt sich der Wechsel zu Direktbuchungen?

Die Frage ist nicht, ob Direktbuchungen besser sind – das sind sie rechnerisch fast immer. Die Frage ist, ab wann der Aufwand für den Aufbau eines Direktbuchungskanals sich gegen die laufenden Provisionskosten rechnet.

Als grobe Orientierung gilt: Wer mehr als 80 bis 100 Nächte pro Jahr vermietet und einen Durchschnittspreis von 80 € oder mehr erzielt, hat in der Regel genug Buchungsvolumen, um einen eigenen Direktbuchungskanal zu finanzieren und zu amortisieren.

Die Grundlagen für mehr Direktbuchungen sind dabei überschaubar:

Eine eigene Website mit Buchungsfunktion. Ohne eine direkte Buchungsmöglichkeit auf Ihrer Seite können Interessenten nicht buchen, auch wenn sie wollen. Das ist der erste und wichtigste Schritt.

Sichtbarkeit bei Google. Google Vacation Rentals zeigt Ferienwohnungen direkt in den Suchergebnissen – ohne Provision. Wer dort gelistet ist, konkurriert sichtbar mit Airbnb und Booking.com, ohne deren Gebühren zu zahlen.

Direkter Gästekontakt nach dem Aufenthalt. Wer die E-Mail-Adresse seiner Gäste kennt und datenschutzkonform nutzt, kann Wiederbuchungen anstoßen, ohne erneut Provision zu zahlen.

Transparente Preisgestaltung. Gäste buchen direkt, wenn sie verstehen, dass sie dabei nicht mehr zahlen als auf der Plattform – oder sogar weniger. Kommunizieren Sie das klar.

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Was bedeutet das konkret für Sie?

Die neue Airbnb-Provision von 15,5 % ist kein Grund zur Panik, aber ein konkreter Anlass, die eigene Vermarktungsstrategie zu überdenken. Die Plattformen werden ihre Gebühren nicht senken – sie haben keinen Grund dazu, solange Vermieter fast ausschließlich über sie buchen.

Der Hebel liegt bei Ihnen: Jede Buchung, die Sie direkt erhalten, ist eine Buchung, bei der 15,5 oder 17 % in Ihrer Kasse bleiben statt auf dem Konto einer Plattform.

Das erfordert anfänglich Aufbauarbeit. Es erfordert eine eigene digitale Präsenz und den Willen, Gäste auch außerhalb der Plattform anzusprechen. Aber die Zahlen sprechen für sich: Bei 200 Nächten und 120 € Durchschnittspreis zahlen Sie über Airbnb heute 3.720 € pro Jahr dafür, dass ein Algorithmus Ihre Unterkunft anzeigt.

Wie viel davon könnten Sie einsparen, wenn auch nur die Hälfte dieser Buchungen direkt käme?

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Wenn Sie wissen möchten, wie Direktbuchungen konkret für Ihre Unterkunft funktionieren können, schauen Sie auf [direkt-gebucht.de](https://www.direkt-gebucht.de). Wir helfen Hotels, Pensionen und Ferienvermietern dabei, unabhängiger von Plattformen zu werden – ohne großen technischen Aufwand.

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