direkt-gebucht.deDirektbuchungen für Gastgeber
Alle Artikel
Direktbuchungen27. Juli 2026 5 Min

Booking.com Provision berechnen: Was Sie 2026 zahlen

Booking.com Provision, versteckte Gebühren, Zahlungskosten: So berechnen Sie, was Sie wirklich zahlen – und was Direktbuchungen einsparen.

Booking.com Provision berechnen: Was Vermieter 2026 wirklich zahlen

Zwischen 12 und 18 Prozent – das ist die offizielle Provisionsspanne, die Booking.com seinen Unterkunftsanbietern kommuniziert. Was auf dem Papier überschaubar klingt, sieht in der Praxis anders aus. Denn wer nur auf den Provisionssatz schaut, übersieht die Kosten, die sich darunter verbergen. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie Ihre tatsächliche Belastung durch Booking.com berechnen – und was am Ende wirklich von jeder Buchung bei Ihnen bleibt.

Was Booking.com offiziell als Provision berechnet

Der Standardsatz bei Booking.com liegt für die meisten Unterkünfte zwischen 15 und 17 Prozent. Wer am Preferred Partner Programme oder am Genius-Programm teilnimmt, landet schnell bei 18 Prozent oder darüber. Der Satz bezieht sich dabei auf den Gesamtwert der Buchung vor Steuern – also auf den Betrag, den der Gast tatsächlich zahlt, einschließlich Reinigungsgebühren, die Sie im System hinterlegt haben.

Ein konkretes Beispiel: Eine Ferienwohnung, die für 120 Euro pro Nacht gelistet ist, erzielt bei 150 gebuchten Nächten einen Bruttoumsatz von 18.000 Euro. Bei 16 Prozent Provision gehen davon 2.880 Euro direkt an Booking.com. Das entspricht rund 24 gebuchten Nächten, die Sie vollständig als Provision abführen.

Diese Zahl ist vielen Vermietern bekannt. Was die meisten unterschätzen, sind die Kosten, die nicht im Provisionssatz auftauchen.

Die versteckten Kosten jenseits der Provision

Zahlungsabwicklung über Booking.com Payments

Wenn Booking.com die Zahlung für Sie abwickelt – was mittlerweile für einen großen Teil der Buchungen gilt –, erhebt die Plattform zusätzliche Gebühren. Je nach Land und Zahlungsmethode können das 1,5 bis 3 Prozent des Buchungswerts sein. Diese Kosten erscheinen nicht in der Provisionsabrechnung, sondern werden separat verrechnet oder direkt vom Auszahlungsbetrag abgezogen.

Preisanpassungen durch interne Programme

Das Genius-Programm von Booking.com bietet registrierten Stammkunden automatische Rabatte auf Ihren gelisteten Preis. Teilnehmer des Programms gewähren in der Regel 10 bis 15 Prozent Preisnachlass – und die Provision wird trotzdem auf den ursprünglichen Listenpreis berechnet. Das heißt: Sie erhalten weniger Geld vom Gast, zahlen aber Provision auf einen höheren Betrag.

Sichtbarkeitsoptionen und Sponsored Placements

Booking.com bietet Unterkunftsanbietern die Möglichkeit, ihre Sichtbarkeit gegen einen zusätzlichen Aufschlag auf die Provision zu erhöhen. Wer in gesättigten Märkten konkurrenzfähig sichtbar bleiben will, zahlt so schnell 2 bis 4 Prozentpunkte mehr als den Basiswert.

Entgangene Gästekontakte

Das ist kein Geldbetrag, der auf einer Rechnung steht – aber es ist ein realer wirtschaftlicher Verlust. Booking.com gibt Ihnen keine direkte Möglichkeit, mit Ihren Gästen in Kontakt zu treten, bevor sie buchen. Und nach dem Aufenthalt haben Sie nur einen begrenzten Kanal, um eine Wiederholungsbuchung direkt zu generieren. Jeder Gast, der über Booking.com kommt, gehört zunächst der Plattform – nicht Ihnen.

Die Gesamtrechnung: Was bleibt wirklich übrig?

Rechnen wir das Beispiel von oben vollständig durch:

  • Bruttoumsatz: 18.000 Euro (150 Nächte à 120 Euro)
  • Provision Booking.com (16 %): – 2.880 Euro
  • Zahlungsabwicklung (ca. 2 %): – 360 Euro
  • Genius-Programmrabatt (angenommen 10 % bei 40 % der Buchungen): – 720 Euro
  • Sichtbarkeitsaufschlag (angenommen 2 % bei aktiver Nutzung): – 360 Euro

Verbleibender Nettoumsatz: ca. 13.680 Euro

Das entspricht einer tatsächlichen Belastung von rund 24 Prozent – obwohl der offiziell kommunizierte Provisionssatz bei 16 Prozent liegt. Der Unterschied klingt abstrakt, bis man ihn in Nächte übersetzt: Sie arbeiten fast 36 Nächte im Jahr ausschließlich für Booking.com.

Diese Rechnung gilt für ein mittleres Szenario. In stark umkämpften Märkten oder bei hoher Teilnahme an Sichtbarkeitsprogrammen kann die tatsächliche Belastung deutlich höher liegen.

Airbnb zum Vergleich: Die neue Realität ab Dezember 2025

Seit Dezember 2025 erhebt Airbnb für die meisten Gastgeber eine einheitliche Gebühr von 15,5 Prozent des Buchungsbetrags vor Steuern. Das ist ein fester, klarer Satz – aber auch hier kommen Zahlungsabwicklungskosten und der Verlust direkter Gästekontakte hinzu.

Der direkte Vergleich zeigt: Zwischen Airbnb und Booking.com liegen die nominalen Provisionen nah beieinander. Der entscheidende Unterschied liegt in der Struktur. Airbnb bietet Gastgebern mehr Transparenz über den tatsächlichen Satz, während Booking.com durch seine Programmstruktur dazu neigt, die reale Belastung zu verschleiern.

Für Vermieter, die auf beiden Plattformen aktiv sind, ist das eine wichtige Erkenntnis: Beide Kanäle kosten mehr, als die Provisionsangabe vermuten lässt.

Was Direktbuchungen gegen diese Kosten ausrichten

Eine Direktbuchung kostet Sie keine Provision. Was sie kostet, sind Ihre eigenen Marketingausgaben – und die sind in der Regel deutlich geringer als die Summe aller OTA-Gebühren.

Nehmen Sie das Rechenbeispiel von oben: Wenn es Ihnen gelingt, auch nur 30 Prozent Ihrer 150 Nächte direkt zu buchen – also 45 Nächte –, sparen Sie je nach Gesamtbelastung zwischen 800 und 1.600 Euro im Jahr. Ohne Sichtbarkeitsaufschläge. Ohne Genius-Rabatte. Ohne Zahlungsabwicklungsgebühren.

Die entscheidende Investition ist nicht teuer: eine eigene Buchungsseite, ein klarer Direktbuchungs-Button, und ein Weg, um Gäste nach ihrem Aufenthalt direkt anzusprechen. Wer seine Stammgäste in eine eigene E-Mail-Liste überführt, baut damit langfristig den Kanal auf, der keine Provision kostet.

Ab dem 20. Mai 2026 gilt zudem die EU-Kurzzeitvermietungsverordnung: Plattformen wie Booking.com und Airbnb sind verpflichtet, Buchungsdaten an Behörden zu melden. Das verstärkt den Wunsch vieler Vermieter nach mehr Kontrolle über ihre eigenen Buchungskanäle – und ist ein weiteres Argument dafür, die eigene Direktbuchungsstruktur ernstzunehmen.

Was Sie jetzt tun sollten

Berechnen Sie Ihre tatsächliche Belastung, nicht nur den Provisionssatz. Ziehen Sie Ihre Abrechnungen der letzten zwölf Monate heran und addieren Sie alle Abzüge: Provision, Zahlungsgebühren, Rabattaktionen. Dividieren Sie das Ergebnis durch Ihren Bruttoumsatz. Das ist Ihre echte Provisionsquote.

Wenn Sie feststellen, dass Sie jährlich mehr als 3.000 Euro an OTA-Gebühren zahlen, ist der Aufbau eines Direktbuchungskanals keine optionale Maßnahme mehr – sondern eine unternehmerische Notwendigkeit.

direkt-gebucht.de unterstützt Hotels, Pensionen und Ferienvermieter beim Aufbau einer eigenen Buchungsstruktur, die Provision dauerhaft reduziert. Mehr dazu unter https://www.direkt-gebucht.de.

Wissen Sie, was Booking.com Sie pro Jahr kostet?

In 30 Minuten rechnen wir es gemeinsam durch — kostenlos, ohne Verkaufsdruck.

Kostenloses Erstgespräch buchen