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Direktbuchungen20. Mai 2026 7 Min

E-Mail-Liste für Stammgäste aufbauen: Die günstigste Marketing-Maßnahme

Wie Sie mit einer E-Mail-Liste Provisionen sparen und Stammgäste zurückgewinnen – ohne teure OTA-Gebühren. Praktische Anleitung für Hotels und Ferienwohnungen.

E-Mail-Liste für Stammgäste aufbauen: Die günstigste Marketing-Maßnahme

Sie zahlen Booking.com, Airbnb und Co. zwischen 15 und 25 Prozent Provision pro Buchung. Das ist Geld, das Sie direkt aus der Kasse nehmen. Eine E-Mail-Liste für Ihre Stammgäste kostet Sie dagegen fast nichts – und bringt Ihnen Menschen zurück, die Sie bereits kennen und die Ihre Unterkunft lieben.

Das ist nicht irgendein Marketing-Trend. Das ist eine nackte Geschäftsrechnung.

Warum eine E-Mail-Liste Gold wert ist

Stellen Sie sich vor: Ein Gast hat bei Ihnen übernachtet, war zufrieden und bucht nächstes Jahr wieder – aber nicht über Ihr Haus, sondern über eine Buchungsplattform. Sie zahlen Provision für einen Gast, den Sie selbst hergebracht haben.

Eine E-Mail-Liste verhindert genau das. Sie kontaktieren Ihre früheren Gäste direkt, ohne Vermittler. Eine Direktbuchung über Ihre Website kostet Sie null Prozent Provision statt 15-20 Prozent. Bei einer 100-Euro-Buchung sind das 15-20 Euro, die Sie behalten.

Rechnen Sie selbst: Wenn Sie 50 Stammgäste pro Jahr direkt zurückgewinnen statt über Plattformen, sparen Sie bei durchschnittlichen Buchungen 750-1000 Euro im Jahr. Bei 100 Gästen sind es 1500-2000 Euro. Das ist echtes Geld.

Die technische Basis: So bauen Sie die Liste auf

Sie brauchen dafür nicht viel:

1. Ein E-Mail-Tool

Kostenlose oder günstige Optionen:

  • MailerLite (bis 1000 Abonnenten kostenlos)
  • Brevo (ehemals Sendinblue, kostenlos bis 300 E-Mails pro Tag)
  • Brevo für deutschsprachige Nutzer sehr verbreitet und DSGVO-konform

Die kostenlosen Varianten reichen für 90 Prozent der kleinen Hotels vollkommen aus. Sie zahlen erst, wenn Ihre Liste wächst.

2. Ein einfaches Anmelde-Formular auf Ihrer Website

Bauen Sie einen "Anmelde-Button" ein – direkt auf der Startseite oder im Footer. Wichtig: Das Formular darf nicht länger als drei Felder sein (Name, E-Mail, eventuell noch der Anreisemonat). Alles andere schreckt ab.

3. Ein Grund zum Anmelden

Menschen melden sich nicht einfach so an. Sie brauchen einen Anreiz:

  • "Exklusive Frühbucher-Rabatte nur für Newsletter-Abonnenten"
  • "Aktuelle Angebote und freie Termine zuerst erfahren"
  • "10 Euro Rabatt auf die nächste Buchung"

Das funktioniert. Punkt.

So sammeln Sie E-Mail-Adressen von bestehenden Gästen

Das ist der wichtigste Teil. Ihre wertvollsten Kontakte sind nicht die Interessenten – das sind Ihre bisherigen Gäste.

Im Gästebuch oder bei der Abreise:

Fragen Sie direkt. Ein einfaches Formular beim Check-out: "Möchten Sie über neue Angebote informiert werden? Geben Sie Ihre E-Mail ein." Sie werden überrascht sein, wie viele sagen ja.

Im Gästezimmer:

Ein kleines Kärtchen auf dem Nachttisch mit der Aufschrift "Besuchen Sie uns bald wieder!" plus Link zur Newsletter-Anmeldung. Einfach, aber wirksam.

In der Bestätigungsmail:

Wenn ein Gast online bucht, schicken Sie eine Bestätigung. Bauen Sie darin einen freundlichen Satz ein: "Möchten Sie über Angebote für Ihre nächste Reise informiert werden? Melden Sie sich hier an..."

Im Dankesschreiben nach der Abreise:

Eine einfache E-Mail, danke sagen – und fragen, ob der Gast Lust auf Angebote und Neuigkeiten hat. Zeigen Sie den Link zur Anmeldung.

Die Devise: Fragen Sie einfach. Viele sagen ja.

Was Sie per E-Mail verschicken (und was nicht)

Hier machen viele den Fehler: Sie schicken zu oft, zu viel, zu werbelastig.

Das funktioniert:

  • Ein kostenloses Angebot pro Monat (z.B. "Buchen Sie Freitag-Sonntag und sparen Sie 10 Prozent")
  • Kleine persönliche Updates ("Im April renovieren wir die Zimmer im Westflügel – noch besser für Sie")
  • Tipps für die Gegend ("Geheimtipps für Wanderer in der Region")
  • Eine monatliche "Verfügbarkeitsmitteilung" mit freien Terminen

Das funktioniert NICHT:

  • Täglich E-Mails verschicken (Sie werden direkt gelöscht)
  • Nur Spam und Werbung (Abmeldequoten schießen in die Höhe)
  • Zu lange Texte (Menschen lesen E-Mails im Smartphone – short and snappy)

Faustregel: Zwei bis vier E-Mails pro Monat. Nicht mehr.

Die messbaren Ergebnisse

Hier die ehrlichen Zahlen aus der Praxis:

  • Durchschnittliche Anmeldequote auf Websites: 2-5 Prozent
  • Durchschnittliche Öffnungsrate für Hotel-Newsletters: 25-35 Prozent
  • Durchschnittliche Klick-Rate: 3-5 Prozent
  • Konversionsrate (E-Mail-Empfänger bucht tatsächlich): 2-8 Prozent

Das bedeutet: Bei 200 Newsletter-Abonnenten und 4 Mails pro Monat werden etwa 20-35 Mails geöffnet. 1-2 Menschen klicken durch. Am Ende bucht mindestens einer direkt bei Ihnen.

Bei durchschnittlichen Übernachtungspreisen spart das 15-20 Euro Provision. Über das Jahr: 180-240 Euro. Bei größeren Listen: 500-1500 Euro.

Das ist kostenlos verdientes Geld.

Der Start: Konkrete erste Schritte

1. Registrieren Sie sich noch diese Woche bei MailerLite oder Brevo (kostenlos, 5 Minuten)

2. Erstellen Sie ein einfaches Anmelde-Formular und integrieren Sie es in Ihre Website

3. Schreiben Sie eine kurze "Willkommens-E-Mail" für neue Abonnenten

4. Fragen Sie Ihre nächsten 20 Gäste direkt nach ihrer E-Mail-Adresse

5. Verschicken Sie die erste E-Mail mit einem echten Angebot (nicht nur Werbung)

Das war's. Beginnen Sie heute.

Das echte Geld

Eine E-Mail-Liste ist nicht sexy. Es ist keine virale Social-Media-Kampagne. Aber es funktioniert – und es kostet Sie nichts außer einer Stunde Aufwand.

Während Sie Provisionen an Plattformen zahlen, verdienen Sie mit einer E-Mail-Liste echtes Geld zurück. Das ist nicht Marketing-Gerede. Das ist pure Mathematik.

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