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title: "Booking.com auf Ihren Hotelnamen – was das kostet"

description: "Booking.com schaltet Anzeigen auf Ihren eigenen Hotelnamen. Was das für Ihre Direktbuchungen bedeutet – und was Sie dagegen tun können."

date: "2026-09-14"

category: "Direktbuchungen"

keyword: "Booking.com Hotelname Anzeigen"

keywords: [booking.com markenwerbung, ota brand bidding, direktbuchungen verlieren, hotel eigener name]

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Booking.com auf Ihren eigenen Hotelnamen – was das wirklich kostet

Sie haben jahrelang an Ihrem Ruf gearbeitet. Gäste kennen Ihr Haus. Sie tippen Ihren Namen in Google – und das erste Ergebnis ist eine Booking.com-Anzeige. Nicht Ihre Website. Nicht Ihr Buchungsformular. Eine Plattform, die jetzt 15 bis 22 Prozent Provision kassiert, weil der Gast über sie gebucht hat. Obwohl er gezielt nach Ihnen gesucht hat.

Dieses Phänomen nennt sich Brand Bidding. Es ist legal, weit verbreitet – und eines der teuersten Probleme für inhabergeführte Hotels, Pensionen und Ferienunterkünfte.

Was Brand Bidding bedeutet – und warum es Sie direkt Geld kostet

Brand Bidding bezeichnet die Praxis, bei Google Ads auf den Markennamen eines Wettbewerbers oder Partners zu bieten. In Ihrem Fall: Booking.com, Expedia oder HRS schalten bezahlte Suchanzeigen auf Ihren Hotelnamen.

Wenn ein potenzieller Gast also „Hotel Sonnenhof Buchung" oder „Pension Waldblick Zimmer" eingibt, erscheint als erstes Ergebnis nicht Ihre Website – sondern eine OTA-Anzeige mit Ihren Zimmern, Ihren Fotos, Ihren Bewertungen. Der Gast klickt. Er bucht. Und Sie zahlen Provision für eine Buchung, die Sie ohne Plattform bekommen hätten.

Der Schaden ist konkret: Nehmen wir an, ein Zimmer kostet 120 Euro pro Nacht, ein Gast bleibt drei Nächte – das sind 360 Euro Umsatz. Bei 18 Prozent Provision fließen 64,80 Euro an Booking.com. Für einen Gast, der ursprünglich nach Ihnen gesucht hat.

Bei 50 solcher Buchungen im Jahr sind das über 3.200 Euro reine Provisionsverluste – für Gäste, die Ihren Namen kannten.

Warum OTAs das dürfen – und wie weit sie gehen

In Deutschland und der EU ist Brand Bidding grundsätzlich erlaubt, solange keine Verwechslungsgefahr entsteht oder der Markenname im Anzeigentext selbst erscheint. Booking.com und andere Plattformen nutzen diesen Spielraum systematisch.

Die Anzeigen erscheinen oft direkt über Ihren organischen Suchergebnissen. Gäste, die die Unterschiede zwischen bezahlten Anzeigen und organischen Treffern nicht kennen – und das ist die Mehrheit – klicken schlicht auf das erste Ergebnis.

Was viele Hoteliers nicht wissen: Booking.com investiert erhebliche Summen in diese Kampagnen. Das Unternehmen gibt mehrere Milliarden Euro jährlich für Performance-Marketing aus. Ein bedeutender Teil davon entfällt auf genau diese Strategie: auf Hotelnamen bieten, die Buchung abfangen, Provision kassieren.

Sie finanzieren diese Praxis indirekt mit. Denn jede Provision, die Sie zahlen, fließt in Marketingbudgets – die wiederum dazu genutzt werden, Sie aus Ihren eigenen Suchergebnissen zu verdrängen.

Was Sie konkret dagegen tun können

Eigene Google-Anzeigen auf Ihren Markennamen schalten

Der direkteste Weg: Sie bieten selbst auf Ihren Hotelnamen. Da Sie der Markeninhaber sind, zahlen Sie bei Google in der Regel deutlich weniger pro Klick als Booking.com. Der sogenannte Qualitätsfaktor begünstigt Sie, weil Ihre Landingpage thematisch exakter zur Suchanfrage passt.

Die Kosten für eine solche Brand-Kampagne sind überschaubar. Für einen inhabergeführten Betrieb reichen häufig 80 bis 150 Euro im Monat, um die eigene Markenpräsenz zu sichern. Verglichen mit den Provisionen, die Sie dadurch einsparen, rechnet sich das in der Regel innerhalb weniger Wochen.

Ihre Direktbuchungsseite in den organischen Ergebnissen stärken

Parallel zur bezahlten Kampagne sollten Sie dafür sorgen, dass Ihre Website organisch auf den vorderen Positionen erscheint. Das bedeutet: Ihr Hotelname muss auf der Website klar und mehrfach vorkommen, Ihre Google-Business-Profile müssen vollständig gepflegt sein, und Ihre Seite muss technisch sauber indexiert sein.

Viele kleinere Betriebe haben hier Nachholbedarf – nicht weil ihre Website schlecht ist, sondern weil niemand die technischen Grundlagen konsequent umgesetzt hat.

Direktbuchungsvorteile sichtbar machen

Wenn ein Gast Ihren Namen sucht und Ihre Website findet, muss der Unterschied zur OTA-Buchung sofort erkennbar sein. Konkrete Anreize wirken: kostenlose Stornierung bis 48 Stunden vor Anreise, ein kostenloses Getränk beim Check-in, Frühstück inklusive, oder ein Rabatt von fünf bis zehn Prozent gegenüber dem Booking.com-Preis.

Diese Vorteile müssen auf Ihrer Startseite stehen – nicht versteckt im Kleingedruckten.

Das Preisparitätsproblem: Was sich 2026 verändert hat

Bis vor einigen Jahren war es vielen Hotels vertraglich untersagt, auf der eigenen Website niedrigere Preise anzubieten als auf Booking.com. Diese sogenannten Preisparitätsklauseln wurden in mehreren EU-Ländern durch Kartellbehörden und Gerichtsurteile für unzulässig erklärt.

In Deutschland hat das Bundeskartellamt entsprechende Klauseln bereits 2015 untersagt. Booking.com hat seitdem verschiedene Varianten eingeführt – enge versus weite Paritätsklauseln – die nach wie vor rechtlich umstritten sind.

Was das für Sie bedeutet: Sie dürfen auf Ihrer eigenen Website günstigere Preise anbieten als auf Booking.com. Das ist Ihr Recht. Nutzen Sie es. Viele Hoteliers wissen das, setzen es aber nicht konsequent um, weil sie den Konflikt mit der Plattform scheuen.

Der Konflikt ist real: Booking.com kann Ihr Ranking auf der Plattform beeinflussen, wenn Sie dauerhaft niedrigere Direktpreise anbieten. Das ist ein echter Zielkonflikt – aber er löst sich nicht, indem Sie nichts tun.

Was die Zahlen zeigen

OTA-Buchungen werden laut einer Auswertung von Guestline zu rund 19 Prozent storniert. Direktbuchungen hingegen nur zu 0,43 Prozent. Das heißt: Der Gast, der über Ihre eigene Website bucht, kommt mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit tatsächlich an.

Kombinieren Sie das mit der Tatsache, dass Sie bei Direktbuchungen keine Provision zahlen, die Kontaktdaten des Gastes behalten und eine Beziehung aufbauen können, die bei OTA-Buchungen von der Plattform abgeschirmt wird – dann wird das Ausmaß des Problems klarer.

Brand Bidding ist kein technisches Randthema. Es ist der Ort, an dem der Wettbewerb um Ihren Gast stattfindet. Und es ist einer, den viele Hoteliers nicht aktiv bespielen.

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Wenn Sie wissen möchten, ob Booking.com aktuell auf Ihren Hotelnamen bietet – und was Sie dagegen tun können – helfen wir Ihnen bei direkt-gebucht.de dabei, Ihre Direktbuchungsstrategie konkret aufzubauen: https://www.direkt-gebucht.de

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