Google My Business für Hotels und Pensionen: Schritt-für-Schritt zur vollen Auslastung
Wer ein Hotel, eine Pension oder einen Gasthof betreibt, kämpft täglich um Sichtbarkeit. Booking.com und Airbnb versprechen Reichweite – aber sie nehmen dafür 15 bis 17 Prozent von jeder Buchung. Wer 100 Nächte à 80 Euro über Booking.com bucht, zahlt rund 1.400 Euro Provision. Geld, das in Ihrer Kasse fehlt.
Dabei gibt es einen Vertriebskanal, der keine Provision kostet, rund um die Uhr für Sie arbeitet und direkt dort sichtbar ist, wo Reisende ihre Unterkunft suchen: Google. Genauer gesagt: Ihr Google My Business Profil.
Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie ein Google My Business Hotel-Profil vollständig einrichten, was die meisten Betreiber dabei falsch machen, und warum ein gepflegter Eintrag mehr wert ist als jedes Inserat auf einem Buchungsportal.
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Was ist Google My Business – und warum ist es für Hotels unverzichtbar?
Google My Business (offiziell seit 2022 umbenannt in „Google Unternehmensprofil") ist der kostenlose Eintrag, den Google für lokale Unternehmen bereitstellt. Wenn jemand nach „Pension Nordsee", „Hotel mit Frühstück" oder einfach nach Ihrem Haus sucht, erscheint dieses Profil rechts in der Seitenleiste oder prominent in der lokalen Kartenansicht.
Für inhabergeführte Betriebe mit 5 bis 30 Zimmern ist das von erheblicher Bedeutung: Sie konkurrieren nicht nur mit anderen kleinen Häusern, sondern auch mit großen Hotelketten, die Millionen in Werbung investieren. Ein vollständig ausgefülltes und aktiv gepflegtes Google My Business Hotel-Profil ist eine der wenigen Maßnahmen, bei denen Sie auf Augenhöhe spielen können – ohne Werbebudget.
Was zeigt das Profil?
- Name, Adresse, Telefonnummer und Website
- Öffnungszeiten und Check-in-Zeiten
- Fotos und Videos Ihres Hauses
- Bewertungen und Ihre Antworten darauf
- Häufig gestellte Fragen
- Direkte Verlinkung zu Ihrem Buchungssystem
- Beiträge, Angebote und Neuigkeiten
Wer sein Google My Business Hotel-Profil konsequent pflegt, erscheint häufiger in den Suchergebnissen, wirkt vertrauenswürdiger und gibt potenziellen Gästen alles, was sie für eine Entscheidung brauchen – ohne dass diese erst auf Booking.com landen müssen.
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Schritt 1: Profil einrichten oder beanspruchen
Bevor Sie optimieren können, müssen Sie sicherstellen, dass das Profil Ihnen gehört. Google erstellt für viele Betriebe automatisch Einträge aus öffentlichen Daten. Diese Einträge sind oft unvollständig, falsch oder werden von niemandem gepflegt.
So gehen Sie vor:
1. Rufen Sie [google.com/business](https://business.google.com) auf.
2. Suchen Sie nach dem Namen Ihres Hotels oder Ihrer Pension.
3. Falls ein Eintrag existiert: Klicken Sie auf „Dieses Unternehmen beanspruchen".
4. Falls kein Eintrag existiert: Legen Sie einen neuen an.
5. Wählen Sie die richtige Kategorie – für Hotels „Hotel", für Pensionen „Pension" oder „Bed & Breakfast", für Ferienwohnungen „Ferienunterkunft".
Die Verifizierung erfolgt in der Regel per Postkarte (Google sendet einen Code an Ihre Adresse), per Telefon oder per E-Mail. Dieser Schritt dauert einige Tage, ist aber notwendig – ohne Verifizierung können Sie keine Änderungen vornehmen.
Häufiger Fehler: Manche Betriebe haben mehrere Einträge mit leicht unterschiedlichen Schreibweisen. Das verwirrt Google und Gäste gleichermaßen. Prüfen Sie, ob es Duplikate gibt, und melden Sie diese zur Zusammenführung oder Löschung.
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Schritt 2: Das Profil vollständig und korrekt ausfüllen
Ein halbfertiges Profil ist besser als keins – aber weit entfernt von dem, was möglich ist. Google belohnt vollständige Profile mit besserer Sichtbarkeit. Das ist kein Geheimnis, wird aber von erschreckend vielen Betreibern ignoriert.
Was zwingend ausgefüllt sein muss:
- Name: Exakt so, wie Ihr Haus heißt – ohne Zusätze wie „das beste Hotel in...". Google wertet solche Manipulationen negativ.
- Adresse: Vollständig und korrekt. Stimmt sie mit Ihrer Website überein?
- Telefonnummer: Direkte Durchwahl, kein Callcenter.
- Website: Verlinken Sie auf Ihre eigene Website, nicht auf Booking.com oder Airbnb.
- Kategorie: Wählen Sie die Hauptkategorie sorgfältig. Zusatzkategorien wie „Spa-Hotel", „Boutiquehotel" oder „Familienhotel" helfen bei spezifischeren Suchanfragen.
- Öffnungszeiten: Auch wenn Ihr Haus immer geöffnet ist – tragen Sie Rezeptionszeiten ein. Fehlende Zeiten wirken auf Gäste unseriös.
- Beschreibung: 750 Zeichen, die zählen. Beschreiben Sie, was Ihr Haus besonders macht. Ruhige Lage, Frühstücksbuffet, Haustiere willkommen – konkret statt allgemein.
- Attribute: Google bietet dutzende Attribute an: WLAN, Parkplatz, Haustiere erlaubt, barrierefrei, Frühstück inklusive. Jedes ausgefüllte Attribut erhöht die Chance, bei gefilterten Suchen aufzutauchen.
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Schritt 3: Fotos, die buchen lassen
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – bei Google My Business ist das buchstäblich wahr. Profile mit hochwertigen Fotos erhalten nachweislich mehr Klicks und Anfragen.
Was sollten Sie hochladen?
- Außenansicht bei Tageslicht (möglichst bei gutem Wetter)
- Eingangsbereich und Rezeption
- Mindestens ein Foto pro Zimmerkategorie
- Frühstücksraum oder Restaurant
- Gemeinschaftsbereiche, Garten, Terrasse, Pool
- Blick aus dem Fenster, wenn er besonders ist
Technische Hinweise:
- Format: JPG oder PNG
- Mindestgröße: 720 × 720 Pixel, besser 1080 × 1080 oder größer
- Qualität: scharf, gut belichtet, ohne Filter-Überbearbeitung
- Keine Wasserzeichen, keine Logos über dem Bild
Laden Sie regelmäßig neue Fotos hoch – Google honoriert aktive Profile. Auch Gästefotos, die über Bewertungen eingehen, werden im Profil angezeigt. Sie können diese nicht löschen, aber durch viele eigene hochwertige Fotos in den Hintergrund drängen.
Ein Hinweis für Ferienwohnungsvermieter: Professionelle Fotos sind einer der wirkungsvollsten Hebel überhaupt. Untersuchungen zeigen, dass ansprechende Bilder die Buchungswahrscheinlichkeit erheblich steigern – das gilt für Google genauso wie für jedes Buchungsportal.
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Schritt 4: Bewertungen aktiv managen
Google-Bewertungen sind Kapital. Sie beeinflussen Ihr Ranking in der lokalen Suche und das Vertrauen potenzieller Gäste gleichermaßen.
Bewertungen sammeln:
Bitten Sie zufriedene Gäste aktiv um eine Google-Bewertung – am besten zum Zeitpunkt des Abreise-Check-outs oder kurz danach per E-Mail. Erstellen Sie einen direkten Link zu Ihrem Bewertungsformular (über Ihr Google-Profil unter „Bewertungen erhalten") und integrieren Sie diesen in Ihre Abschluss-E-Mail oder auf einer Danke-Karte im Zimmer.
Auf Bewertungen antworten:
Antworten Sie auf jede Bewertung – positive wie negative. Bei positiven Bewertungen reicht eine kurze, persönliche Antwort. Bei kritischen Bewertungen gilt: sachlich bleiben, auf den konkreten Punkt eingehen, zeigen, dass Sie das Feedback ernst nehmen.
Was viele nicht wissen: Google wertet auch die Antwortquote der Betreiber als Signal. Wer regelmäßig antwortet, signalisiert einen aktiven Betrieb – das stärkt die Sichtbarkeit.
Ein Ziel, das realistisch erreichbar ist: 50 oder mehr Bewertungen mit einem Schnitt von 4,3 oder höher. Ab dieser Schwelle beginnen Profile, deutlich mehr Vertrauen zu erzeugen und in der lokalen Suche bevorzugt angezeigt zu werden.
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Schritt 5: Google-Beiträge und Angebote nutzen
Unter dem Profil können Sie Beiträge veröffentlichen – ähnlich wie bei sozialen Netzwerken, aber direkt in der Google-Suche sichtbar. Diese Funktion wird von den meisten Hotels und Pensionen kaum genutzt, dabei ist sie kostenlos und wirkungsvoll.
Was Sie posten können:
- Saisonale Angebote (Weihnachtsurlaub, Sommerwochen, Frühlingspauschalen)
- Neue Ausstattungsmerkmale (frisch renovierte Zimmer, neue Terrasse)
- Veranstaltungen in der Region mit Hinweis auf Ihr Haus
- Direktbuchungsvorteile (Frühstück inklusive, kostenloser Parkplatz, günstigerer Preis als auf den Portalen)
Beiträge bleiben sieben Tage sichtbar, Angebote länger. Planen Sie einen Rhythmus von einem bis zwei Beiträgen pro Monat – das hält Ihr Profil aktiv und gibt Suchenden aktuellen Anlass zur Buchung.
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Schritt 6: Den Direktbuchungs-Vorteil ausspielen
Hier liegt das eigentliche Potenzial eines gepflegten Google My Business Hotel-Profils: Es ist die Brücke zwischen dem suchenden Gast und Ihrer eigenen Website – ohne Zwischenstation Buchungsportal.
Wer über Booking.com bucht, zahlt Ihnen den Zimmerpreis minus 17 Prozent Provision. Wer über Airbnb bucht, zahlt bald einheitlich 15,5 Prozent. Wer direkt über Ihre Website bucht, zahlt Ihnen den vollen Preis.
Das klingt selbstverständlich, aber die Zahlen machen den Unterschied greifbar: Wer 100 Nächte à 80 Euro über Booking.com bucht, zahlt rund 1.400 Euro Provision. Auf fünf Jahre gerechnet sind das 7.000 Euro – Geld, das in Renovierungen, bessere Ausstattung oder einfach in Ihren Betrieb fließen könnte.
Ein vollständig eingerichtetes Google My Business Hotel-Profil mit direktem Link zu Ihrem Buchungssystem kann diesen Kreislauf unterbrechen. Gäste, die Ihr Haus direkt bei Google finden und dort auf „Website besuchen" oder „Jetzt buchen" klicken, landen bei Ihnen – nicht bei einem Portal.
Was Sie dafür brauchen:
- Ihre eigene Website mit einem funktionstüchtigen Buchungssystem
- Den Link zu diesem System in Ihrem Google-Profil hinterlegt
- Ein klares Argument für die Direktbuchung (günstigerer Preis, Frühstück inklusive, flexible Stornierung)
Wer keinen eigenen Buchungsweg anbietet, verschenkt diesen Vorteil vollständig.
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Schritt 7: Profil dauerhaft pflegen statt einmal einrichten
Ein Google My Business Hotel-Profil ist kein Projekt, das man einmalig erledigt. Es ist ein laufendes Werkzeug, das gepflegt werden will.
Was regelmäßig zu tun ist:
- Öffnungszeiten bei Feiertagen und Schließzeiten aktualisieren
- Neue Fotos hochladen (mindestens einmal pro Quartal)
- Beiträge und Angebote veröffentlichen
- Auf Bewertungen antworten (innerhalb von 48 Stunden)
- Fragen im Q&A-Bereich beantworten (auch selbst gestellte Fragen mit Antworten helfen)
- Profilinformationen auf Richtigkeit prüfen, wenn sich etwas ändert
Google wertet aktive Profile höher als vernachlässigte. Das ist der Algorithmus – und er arbeitet für Sie, wenn Sie ihn nutzen.
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Was ein gepflegtes Profil in der Praxis bedeutet
Ein inhabergeführtes Hotel mit 12 Zimmern, das sein Google My Business Hotel-Profil konsequent optimiert, kann innerhalb von sechs bis zwölf Monaten messbare Verschiebungen sehen: mehr direkte Anfragen über das Profil, mehr Klicks auf die eigene Website, mehr Bewertungen und damit eine stärkere Position in der lokalen Suche.
Das ist keine Garantie. Aber es ist eine der wenigen kostenlosen Maßnahmen im Hotel-Marketing, die langfristig wirkt – unabhängig davon, was Booking.com oder Airbnb mit ihren Konditionen machen.
Wer dagegen darauf verzichtet, sein Profil zu pflegen, überlässt das Feld den Portalen. Die haben nämlich sehr wohl ein Interesse daran, bei Google gut sichtbar zu sein – mit Ihren Zimmern, aber mit ihrer Provision.
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Fazit: Ihr Google-Profil ist Ihre eigene Vermarktungsfläche
Google My Business ist für Hotels, Pensionen und Ferienvermieter das wirkungsvollste kostenlose Marketinginstrument, das derzeit verfügbar ist. Es ist sichtbar genau dort, wo Reisende suchen. Es kostet keine Provision. Und es gehört Ihnen – nicht einem Portal.
Einrichten, vollständig ausfüllen, Fotos hochladen, Bewertungen sammeln, Beiträge schreiben und regelmäßig pflegen: Das sind keine komplizierten Maßnahmen. Aber sie erfordern Konsequenz und Zeit.
Wenn Sie diese Zeit nicht haben oder nicht sicher sind, wie Sie Ihr Profil optimal aufstellen, unterstützen wir Sie dabei.
Erfahren Sie, wie direkt-gebucht.de das für Sie übernimmt: [https://www.direkt-gebucht.de](https://www.direkt-gebucht.de)